Über das Festival

Boum! contre les frontières                                                                                                  Ein Festival, das Geflüchtete willkommen heißt und Grenzen niederreißt.                       Wie wäre eine Welt, in der Bewegungsfreiheit für jedermensch möglich ist? Eine Welt in der es keine Grenzen mehr gibt?                                                                           Solidarisch wollen wir feiern und unsere Einnahmen den Vereinen Flüchtlingshilfe Lippe und Fluchtpunkt spenden.

Was ist die Flüchtlingshilfe Lippe e:V.?                                                                               Hier in Detmold und darüber hinaus berät die Flüchtlingshilfe Lippe Geflüchtete und macht somit unserer Meinung nach eine wichtige und sehr gute Arbeit. Neben der Regionalberatung bietet die Flüchtlingshilfe Lippe seid Ende letzten Jahres auch Verfahrensberatung an. Es entstehen neue Stellen und der Verein baut ein Team auf, das ohne hierarchische Strukturen zusammen arbeitet. Genug Arbeit gibt es, allerdings mangelt es zur Zeit an Geld. Daher wollen wir unterstützen.                                           Mehr Informationen unter: http://www.fluechtlingshilfe-lippe.de/

Was macht „Fluchtpunkt“?                                                                                       „Fluchtpunkt“ ist ein Aktionsbündnis/ eine Gruppe von Menschen, die für Geflüchtete und mit Geflüchteten zusammen arbeitet. Sie unterstützen und  organisieren refugee Proteste, helfen bei Übersetzungen, Behördengängen und Suche von Sprachkursen. Besonders wichtig ist auch die „Einzelhilfe“ für Menschen direkt vor Ort, wie das Organisieren von Sachspenden, Überbrückung von finanziellen Engpässen und vor allem im Generellen der Kontakt zu den Menschen.                                                                                               Infos unter: http://fluchtpunkt.blogsport.eu/                       https://www.facebook.com/infoFluchtpunkt

Menschen flüchten nicht ohne Grund.                                                                               Doch Europas Grenzen sind dicht. Wer übers Meer kommt wird nur gerettet, wenn mensch es auch in Grenznähe schafft. Viele ertrinken im Mittelmeer. Zehntausende sterben jährlich an den europäischen Außengrenzen. Von den Menschen, die es schließlich nach Deutschland schaffen, sind viele traumatisiert und dies nicht nur aufgrund ihrer Erfahrungen im Herkunftsland.Auch in anderen sogenannten „Sicheren Drittstaaten“ wird von Gefängnis und Foltersituationen berichtet.All diese Menschen, die über einen dieser „sicheren“ europäischen Staaten (Drittstaaten) eingereist sind, sollen auch dort ihren Asylantrag stellen. Wenn sie in Deutschland ihr Asylgesuch stellen, werden sie zurückgeschoben. Auf diese Weise sichert Europa seine Außengrenzen und konstruiert innere Grenzen für Menschen die nur ankommen wollen.* Wie prekär die Situation in den „sicheren Drittstaaten“ ist, zeigen zum Beispiel die undurchsichtigen Begründungen, weswegen Asylsuchende in Ungarn im Abschiebegefängnis landen. In Italien bekommt mensch zwar relativ „einfach“ Asyl, hat dort in der Regel aber weder Chancen auf staatliche Zuwendungen, noch das Recht arbeiten zu gehen. Dementsprechend ergibt sich das Dilemma, dass viele Menschen auf der Straße sitzen und Italien auch nicht verlassen dürfen.                                                                                                                 Von den Menschen, die in Deutschland im Jahr 2013 Asyl beantragten, bekamen 26,4 % Flüchtlingsschutz nach der Genfer Flüchtlings Konvention, subsidiären Schutz, oder humanitären Schutz. Zwar ist die Anerkennungsquote gestiegen,aber immer noch bekommen ca. 50 % kein Asyl.*                                                                                       Diese Menschen sind aufgebrochen um Hilfe zu bekommen, haben alles hinter sich gelassen und müssen zurück. Wenn sie sich dagegen wehren, kommen sie in Abschiebehaft.*                                                                                                             Darüber hinaus können beide Vereine, die wir unterstützen wollen, davon berichten, wie rassistisch häufig auf den Behörden mit Geflüchteten umgegangen wird.Schaut mensch sich die Häufung von rassistischen Überfällen, Diskriminierungen in Ämtern, Proteste gegen Einrichtungen neuer Lager oder Erstaufnahmestellen bis hin zu den vermehrten Brandanschlägen auf Asylheim an*,wird klar, wie stark Rassismus, Nationalismus und Vorurteile in den Köpfen verankert sind.

Es muss sich vieles ändern! In Deutschland, in Europa, in der Welt und in den Köpfen der Menschen!

* Dieses Verfahren wird Dublin-Verfahren genannt:http://www.nds-fluerat.org/leitfaden/15-   hinweise-fuer-andere-fluechtlingsgruppen/132-fluechtlinge-im-dublin-verfahren/                  * Hinweis Erläuterungen zur Abschiebehaft.   http://www.gegenabschiebehaft.de/hfmia/abschiebehaft/allgemeines/verfahren.html           * Hinweis Zahlen zu den Anschlägen:                                                                 http://www.dok-maar.de/                                                                                              *Zahlen und Fakten vom BAMF  http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Publikationen/Broschueren/bundesamt-in- zahlen-2013.pdf?__blob=publicationFile

English version:
Boum! Contre les frontiéres

A festival welcoming refugees and tearing down borders.

How about a world where everyone has freedom of movement? A world where borders are gone?
We want to celebrate in solidarity and donate our earnings to the societies Flüchtlingshilfe Lippe (“Help for refugees” Lippe) and Fluchtpunkt (“place of refuge“).

What is “Flüchtlingshilfe Lippe e.V.”?

Flüchtlingshilfe Lippe gives advice to refugees here in Detmold and in the whole region of Lippe and is, in our opinion, doing very good and important work. In addition, Flüchtlingshilfe Lippe is offering advice on procedures since late 2014. New jobs are coming up and the society is forming a team that works together while discarding hierarchic structures. There is plenty of work to be done, but on the other hand, time and money are short. That’s why we want to support.
More information at:
http://www.flüchtlingshilfe-lippe.de/

What does “Fluchtpunkt” do?
“Fluchtpunkt” is a coalition for action/group of people that works for and with refugees. They support and organize refugee protests, and offer help with translation, visits to the authorities and finding language courses. Additionally, individual help for local refugees, like organizing non-monetary donations, helping during financial shortages and, above all, establishing contact, is of great importance.
More information at:
http://fluchtpunkt.blogsport.eu/

People don’t flee without a reason.
But Europe’s borders are closed tightly. If taking the route by sea, only those close enough to the borders will be rescued. Many drown in the Mediterranean Sea. Tens of thousands die every year at the European borders.
Many of those that eventually make it through to Germany are traumatized – not exclusively by the events in their country of origin.
Additionally, there are reports of torture and imprisonment in so-called “safe” third-states (third-states = “Drittstaaten” = any country that is neither Germany nor the country of origin).

Every person that entered via one of these “safe” European countries is forced to seek asylum in that one country. If someone seeks asylum in Germany, s_he will be pushed back. This is how Europe secures its outer borders while raising inner borders for people who just want to arrive. One example for the precarious situation in the so-called “safe” third-states are the questionable reasons given for imprisonment of asylum-seekers in Hungary. In Italy, on the other hand, asylum is granted “easily”, but there are neither chances for receiving public perks nor is it allowed to work as a refugee. People stuck with being on the streets, not allowed to leave Italy, are the consequence.

Out of all people seeking asylum in Germany in 2013, 26,4% were granted protection. The rate of approval may have risen, but there is still an estimated 50% that are not granted asylum. These people left literally everything in their lives behind, seeking for help, just to get sent back. And they are imprisoned if they try to resist.
Both societies we aim to support can testify that the treatment of refugees by the authorities is often of racist nature. Looking at the amount of racist assaults, discrimination in offices, protests against openings of new camps leading up to arson attacks on refugee centers, it becomes clear that racism, nationalism and prejudice are still rooted deeply in the minds of many.

Much needs to change! In Germany, in Europe, in the whole world, and in the minds of people!

 

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